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Im Test: TP-LINK TL-WR702N Router/AP/Bridge/Client und Repeater

TP-Link Router - Betriebsmodi

Noch immer sind nicht alle Hotels und Ferienwohnungen mit einem WLAN ausgestattet und auch in der eigenen Wohnung gibt es Ecken, die vom WLAN-Router neben der Telefondose nur schlecht oder gar nicht erreicht werden.

Speziell für den ersten Einsatzzweck – nämlich die Bereitstellung eines WLAN an einem Hotel/Ferienhaus-LAN-Anschluss für Laptop, iPhone und iPad – habe ich mir den nur ca. 20€ günstigen  TP-LINK TL-WR702N (Amazon-Link) angeschafft.

Kaufanreiz

Auslöser für den Kauf war ein Hinweis auf das marktbegleitende Produkt D-Link DIR-505 im Apfelklatsch Podcast (Link zur Folge). Ich hatte im letzten Urlaub meinen Laptop für genau diesen Zweck am LAN-Anschluss unserer Ferienwohnung angeschlossen und ließ diesen zeitweise als Access Point laufen. Nicht unbedingt wirtschaftlich und auch qualitativ nur mäßig. Die Produktvorstellung des D-Link DIR-505 im Apfelklatsch kam also gerade recht. Nur der Preis schreckte mich für den gelegentlichen Einsatz im Urlaub und auf Geschäftsreisen ein wenig ab, auch wenn knappe 50 € sicher nicht zu teuer sind.

Recht schnell stieß ich bei weiteren Recherchen nach Alternativen auf den TP-LINK TL-WR702N, der weniger als die Hälfte des D-Link kostet, ansonsten aber fast alle Funktionen bereitstellt, die mir wichtig sind:

  • Betriebsmodi: AP, Router, Bridge, Client und Repeater
  • IEEE 802.11 b/g/n (bis zu 150 MBit/s)
  • 64/128/152-bit WEP, WPA/WPA2, WPA-PSK/WPA2-PSK
  • Stromversorgung per USB, ggf. mit dem mitgelieferten Netzteil
  • Klein und handlich für einfachen Transport

TP-Link Router - Groessenvergleich

Gegenüber dem D-Link fehlt im die Funktion z.B. einen USB-Stick als Netzwerkspeicher an allen Clients zur Verfügung zu stellen. Ein Feature, dass mir nicht wichtig ist. Ähnlich verhält es sich mit der Möglichkeit den D-Link als Netzteil einzusetzen, vor allem, da ein iPad nicht geladen werden kann und somit doch ein Netzteil ins Gepäck muss.

Lieferumfang

Sähe man nicht den Preis und den Aufdruck, könnte man denken, man hält ein Produkt von Apple in den Händen. Die Verpackung ist wertig ausgeführt. Das Gadget kommt in einem weißen Schuber aus glänzendem Karton. Zieht man das Innenleben heraus, leuchtet einem die hellblaue Oberfläche des erstaunlich kleinen Gerätes entgegen. Unter dem Einsatz befindet sich noch das USB-Netzteil samt zugehörigem USB-A auf Micro-USB Kabel, ein flaches Netzwerkkabel, sowie das gut verständliche und mit vielen Zeichnungen versehene Manual.

TP-Link Router - Lieferumfang

Der TL-WR702N verfügt über eine LED zur Anzeige des Betriebs auf der bläulichen Oberseite, sowie über LAN-Anschluss, dem Micro-USB-Anschluss zur Stromversorgung und einem Reset-Taster auf einer der – weißen – Seiten. Letzterer ist auch Rettung in der Not, sollte man das Passwort für WLAN und oder Konfigurationsoberfläche vergessen haben, setzt er doch das gesamte Device in den Auslieferungszustand zurück.

Inbetriebnahme

Der erste Start als Access Point gestaltet sich mehr als simpel: Man verbindet das Gerät mit dem LAN per Kabel, versorgt es mit Strom per USB-Port oder -Netzteil und verbindet sich mit der sofort aufgespannten Funkzelle. Fertig!

Werksseitig ist der TP-LINK WPA-Verschlüsselt. SSID des WLAN und Defaultpasswort findet man auf dem Typaufkleber an der Unterseite. Natürlich sollte man sowohl Passwort, wie auch SSID möglichst schnell ändern. Dazu verfügt der TP-LINK über eine Konfigurationsoberfläche, die über die IP-Adresse (Default: 192.168.0.254) per Webbrowser erreichbar ist.

TP-Link Router - Config 1

Ich habe die Tests des TL-WR702N als Access Point an meiner FritzBox gemacht. In diesem Modes werden sämtliche Anfragen einfach an den Router, also die FritzBox, durch gereicht. Auch der Bezug der Netzwerkdaten per DHCP der FritzBox klappte einwandfrei. Da ich eine andere IP-Range für mein privates Netzwerk verwende, als es TP-LINK tut, muss man, um die Konfigurationsoberfläche zu erreichen ggf. die eigenen Netzwerkeinstellungen manuell auf das 192.168.0.0 Netz konfigurieren. Danach stehen einem die aufgeräumte Oberfläche mit allen Optionen zur Verfügung. In dieser kann man auch den Betriebsmodus umschalten. Einem Einsatz als WLAN-Repeater oder Router steht dann nichts mehr im Wege.

Praxis

Ob als Repeater, oder als Access Point – in beiden von mir getesteten Modi verhält sich das Gerät von TP-LINK unauffällig und verrichtet klaglos seinen Dienst. Für den ersten Test hab ich mir eine Ecke gesucht, die von meinem eigenen WLAN nicht mehr erreicht wird. Dazu musste ich kurzfristig in den Garten umziehen. Bis auf die im Repeatermodus immer halbierte Datenrate gegenüber der direkten Verbindung – der Datenstrom wird ja jetzt von Repeater und FritzBox auf dem gleichen Kanal verschickt – hat der Zugriff auf Anhieb geklappt.

Als Access Point arbeitet der TP-LINK noch unauffälliger und mit akzeptabler Geschwindigkeit. Einen genauen Bericht zum Einsatz im Urlaub werde ich auf jeden Fall noch nachreichen.

Fazit

Alles in Allem war die Anschaffung des TP-LINK TL-WR702N die richtige Entscheidung. Ein derart vielseitiges Gerät dürfte in dieser Preisklasse seinesgleichen suchen. Kann man auf die Zusatzfeatures des D-Link verzichten, bekommt man erstaunlich viel Leistung für sein Geld.


Galerie

{ 2 Kommentare… add one }
  • tda 13. Dezember 2012, 20:13

    Da kann ich nur zustimmen. Wir betreiben den Winzling, um den Blue-Ray Player mit dem Internet zu verbinden, ohne ein Kabel legen zu müssen. Dazu dient der Client-Mode, in dem die Box einfach den WLAN-Anschluss an die Fritzbox übernimmt und per Ethernet-Kabel dem Player das lokale Netzwerk zur Verfügung stellt. Absolut problemlos und wirklich leicht zu konfigurieren, wenn man schon mal das Wort IP-Adresse gehört hat.

Trackbacks

  • D-Link DIR-505 – Netzwerk ohne Grenzen 21. September 2012, 09:11

    […] vor Kurzem hatte ich den TP-LINK TL-WR702N im Test, ein kleines Gadget, das auf Reisen – aber auch zu Hause – seinen Dienst als […]

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