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Kurzreview zu Amazons FireTV Stick

20 - Amazon FireTV Stick HeaderNormalerweise schwöre ich ja auf den Kram, den Apple so macht. So habe ich natürlich auch ein AppleTV, zwischenzeitlich in der 3. Generation. Und ich mag mein AppleTV. Aber jetzt musste ich doch mal „fremdgehen“. Nämlich bei Amazon. Ich habe mir den FirtTV Stick in der aktion für knapp 20€ bestellt. Nur, weil ich mal wissen wollte, wie das so aussieht.

Früher als erwartet konnten viele ihren Amazon FireTV Stick in empfang nehmen. Und auch, wenn ich einen Tag später dran war, als manch anderer, darf ich jetzt auch wieder mit in den großen Nerd-Sandkasten.

Wie es kommt

Amazon liefert den FireTV Stick in einer kleinen, ganz nett aufgemachten Box, die bereits von diversen Logos der möglichen Inhalte-Anbieter geschmückt wird. Zum Glück muss man nicht alle davon verwenden 😉

In der Verpackung trifft man natürlich zuerst auf den Stick selbst und die mitgeliefert Fernbedienung. Unter einer Abdeckung findet sich dann das restliche Zubhör:

  • Netzteil
  • USB-A auf MicroUSB Kabel
  • Batterien für die Fernbedienung
  • Eine HDMI-Verlängerung
  • Eine kurze Schnellstart-Anleitung

15 - Amazon FireTV Stick

Wie es tut

Die erste Verwendung gestaltet sich recht einfach. Man steckt den Stick in einen freien HDMI-Port, versorgt ihn per Netzteil und USB-Kabel mit Strom, setzt die Batterien in die Fernbedienung und folgt dem Einrichtungsassistenten auf dem Schirm.

Für den Fall, dass hinter dem TV nicht genug Platz für einen nach hinten herausragenden, ca. 8,5cm langen Stick ist, hat Amazon das kurze HDMI-Kabel mitgeliefert. Damit kann man den Stick auch „um die Ecke“ einstecken. Zur Stromversorgung sollte man tunlichst das mitgelieferte Netzteil nutzen. Die 0,5mA Leistung der meisten TV-Geräte-Anschlüsse reichen dem FireTV Stick leider nicht für den Betrieb aus. Darauf wird man auch freundlich hingewiesen, falls man es doch versucht. Starten kann der Stick nämlich auch so.

Der Assistent sorgt dafür, dass Stick und Ferbedienung sich finden, die WLAN-Verbindung hergestellt wird und die Verbindung zum Amazon Konto eingerichtet ist.
Erfreulicherweise kann der Stick sowohl mit dem 2,4GHz Band, wie auch mit dem 5GHz Band umgehen. Allein die Eingabe des WLAN-Passworts gestaltet sich je nach länge mit der Bildschirmtastatur lästig, aber nicht unüberwindbar.
Per Default bringt der Stick die Konfiguration für das Amazon Konto des Käufers mit. Hier reicht eine einfache Bestätigung, falls man dieses Verwenden möchte. Ansonsten muss man sich für ein „Anderes Konto“ entscheiden und die Anmeldedaten selbst eingeben.

Hat man diese recht einfachen Schritte überwunden, wird einem in einem kurzen, nett gemachten Einführungsvideo erklärt, was der Stick so kann und wie man sich mit der Fernbedienung durch das Menü bewegt.

21 - Amazon FireTV Stick

Die Fernbedienung hat übrigens, im Gegensatz zum großen Bruder, die dem FireTV beiliegt, kein Mikrofon für die Spracherkennung. Die kann man aber auch für den Stick nutzen, wenn man die auch einzeln erhältliche „große“ FireTV Fernbedienung nachkauft, oder die entsprechende Amazon Remote-App für iOS oder Android nutzt.

Amazon Remote App für iOS FireTV Remote Amazon App für Android Android App im Google PlayStore

Wie bei (fast) allen Spracherkennungssystemen überträgt Amazon das gesprochene Wort an seine Server. Also im Zweifel: Obacht!

Was es tut

Der Startbildschirm gibt einem eine ganz gute, erste Übersicht über die Möglichkeiten des FireTV Sticks. So lässt sich natürlich auf die Amazon Prime Videos zugreifen, man kann Filme und Serien kaufen und leihen und die in seiner Amazon Musikbibliothek vorhandene Musik abspielen.

Zusätlich stehen auf dem Stick aber auch ca. 5GB (noch freier!) Speicher zur Verfügung, in die man Apps installieren kann. Zu den bekannteren (und sinnvollen) zählen sicher Netflix und die Mediathek-Apps der öffentlich-rechtlichen Sender. Es gibt aber auch kleinere Spiele. Wunderwerke darf man bei der dem Formfaktor geschuldeten Leistung des Prozessors aber nicht erwarten. Über ein paar casual Titel wird das Angebot sicher auch in Zukunft nicht hinaus gehen. Ob sich da die zusätzliche Anschaffung des Fire Gamecontrollers lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Leider lässt die Übersichtlichkeit der Inhaltsauswahl spätestens dann zu wünschen übrig, wenn man in eine der auf der Startseite dargestellten Kategorien abtaucht. Statt einer Kacheloptik stellt Amazon die Inhalte in einem langen, horizontalen Streifen dar, den man von links nach rechts durchscrollen kann. Das macht aber spätestens bei Titel 20/380 keinen Spaß mehr. Beim schnellen durchscrollen merkt man dann auch Verzögerungen bei der Darstellung.

Bleibt die Suche, die man nutzen kann, wenn man weiß, was man möchte. Aber auch das macht mit der On-Screen-Tastatur und der kleinen Fernbedienung nur mäßig Spaß. Hier sollte man also tasächlich nach der App auf dem Smartphone greifen.

Ich vermute, dass die Integration für die Besitzer eines Amazon Fire Tablet bedeutend besser ist. Vielleicht trifft das auch auf „normale“ Android-Devices schon zu. Mangels geeigneter Geräte kann ich das aber nicht testen.

Hat man einmal gefunden, was man sucht, glänzt der Stick aber auch mit 1080p Streaming von HD-Filme und Serien und Dolby Digital Plus bis Version 7.1.

Amazon mit Airplay?

Eins möchte ich noch kurz erwähnen. Es gibt tatsächlich einige Apps im Store, die für recht kleines Geld aus dem Stick auch einen Airplay-Empfänger macht. Damit lässt sich also von Apple Devices Musik und Video auf den TV-Bildschirm streamen. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Fazit

Für 39€ kann man den Stick sicher kaufen und bekommt ein Device, mit dem man einen zusätzlichen Fernseher als Streamingdevice für Netflix, Amazon Prime Video und die Musiksammlung nutzen kann. Mehr sollte der Stick aber auch nicht kosten. Dazu ist die Bedienung zu mau, die Leistung für viele Apps zu gering und der Gesamtnutzen zu eingeschränkt. Ärgerlich ist auch, aber das trifft auf alle diese Dinger zu, dass man immer noch ein extra Netzteil und herumbaumelndes Stromkabel braucht.

Ich muss aber auch sagen, dass der FireTV Stick mein aktuelles AppleTV im Prinzip ersetzen könnte. Dieses nutze ich auch überwiegend für Netflix und Airplay. Airplay Mirroring für das iPad/iPhone nutze ich eher selten. Apple darf sich also für die nächste Generation was einfallen lassen und bringt hoffentlich ein paar Innovationen, Apps und eine tiefere Integration in die Apple Infrastruktur.


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