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Pen and Paper – Ein neues altes Schreibgefühl

Füller und Notizbuch - Header

So sehr ich Nerd, oder Geek, oder root bin und so gerne ich das papierlose Büro und das digitale Notizbuch hätte; So ganz ohne Blatt und Stift komme ich nicht aus. „Blog und Kuli“ war mir aber irgendwie zu wenig.

In der Schule war man froh, als man endlich nicht mehr mit Füller schreiben musste. Heute habe ich mich dazu entschlossen mir so einen Füller wieder zuzulegen. Allerdings wachsen die Ansprüche bezüglich Qualität und Design. Ich wollte also nicht einfach nur einen Füller, sondern ich wollte ein Schreibgerät. Oder besser gesagt zwei Schreibgeräte. Zusätzlich zum Füller brauche ich nämlich hin und wieder auch einen (Druck-)Bleistift.

Füllerauswahl

Die Anforderungen für den Füller waren damit eigentlich definiert: Er muss mir vom Design her gefallen, sollte nicht zu teuer sein, es muss einen Bleistift im gleichen Design geben und er muss zu meinem Schreibstil passen. Der letzte Punkt ist dabei natürlich der wichtigste. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen in einen Schreibwarenladen zu gehen und die Füller der verschiedenen Anbieter selbst auszuprobieren. Oft wird einem diese Möglichkeit gegeben. Und auch, wenn zum Probeschreiben häufig nur die Feder kurz in Tinte getaucht wird und dies dem Tintenfluss aus einer Patrone oder Konverter nicht ganz gleich kommt, ist es besser, als kein Test.

Füller und Notizbuch - 4

Im Vorhinein hatte ich die Webseiten der verschiedenen Hersteller durchgesehen, ob die Preislage ungefähr passt und ob es einen Dreh-, bzw. Druckbleistift in gleichem Design gibt. In die engere Auswahl kamen dann Füller der Firmen Lamy und Faber Castell. Alle anderen waren meist außerhalb des Budgets, oder gefielen mir einfach nicht. Lamy fiel dann dem Schreibtest im Laden zum Opfer.

Am Ende wurde es dann der Faber Castell Füller AMBITION Edelharz schwarz mit mittelbreiter Feder, sowie der dazugehörige Drehbleistift. Mir gefällt sowohl das schlichte, moderne Design, wie auch der Tintenfluss beim Schreiben.

Notizbücher

Mir war ursprünglich gar nicht bewusst, dass meine Entscheidung, wieder mehr zum Füller zu greifen Auswirkungen auf meine verwendeten Notizbücher haben würde. Bisher habe ich immer recht günstige College-Blöcke in A5 für Besprechungsnotizen u.Ä. verwendet. So richtig glücklich war ich damit aber nie und es stellte sich nun heraus, dass das Papier gar nicht Tintenfest ist. Das heißt, dass das, was ich auf der einen Seite schreibe, sich leider durch das Papier „drückt“ und die Rückseite somit nicht zu gebrauchen ist. Dazu muss man sagen, dass sich jeder Füller mit unterschiedlicher Feder und Tinte anders verhält.

Auch hier machte ich mich also auf die Suche nach Alternativen. Und wenn man wieder auf einen Füller setzt, was natürlich auch etwas mit Schreibgefühl zu tun hat, dann darf auch das Notizbuch ein wenig zum neuen Stil beitragen.

Meine erste – und teuerste – Wahl, war ein Moleskine Notizbuch, dass ich allerdings schon VOR der Anschaffung eines Füllfederhalters hatte. Erstens sind die Dinger sowieso grad „hip“ und zweitens arbeitet Moleskine mit Evernote zusammen, das ich schon lange im Einsatz habe. Also dachte ich, dass die Evernote-Edition von Moleskine nicht nur schick ist, sondern auch die Brücke zwischen analoger Schreibtätigkeit und digitaler Verwaltung schlägt. Leider musste ich feststellen, dass zumindest diese Moleskines ebenfalls nicht Tintenfest sind.

Nach ein wenig Netzrecherche blieben einige Alternativen von relativ günstigen „Einmal-Notizbüchern“ bis hin zu kompletten Notizbuchsystemen à la „Roter Faden“ und „X17„. Letztere waren mir im Moment aber ehrlich gesagt zu teuer (auch, wenn ich sehr gerne ein Roter Faden Notizbuch hätte).

Zum Glück blieb noch das relativ günstige „Leuchtturm1917„-Notizbuch in der „Whitelines Edition“. Das sollte – und wie ich jetzt bestätigen kann ist auch – tintenfest sein, ist in kariert, liniert und gepunktet (dotted) verfügbar und hat eine Besonderheit: Sein hellgraues Papier mit – in meinem Fall – weißen Punkten, kann mit der Whitelines App auf dem Smartphone abfotografiert werden. Ein weiteleiten an Evernote kann auf Wunsch sogar automatisch erfolgen. Und das begeistert mich bisher immer noch.

Fazit

Ich möchte noch kurz anmerken, dass ich sowohl den Füller, wie auch den Bleistift im Einzelhandel, speziell im Malkasten in Esslingen gekauft habe. Ich wurde hier sehr freundlich beraten und man hat mich geduldig diverse Füller ausprobieren lassen. Auch die Notizbücher sind im Einzelhandel kaum teurer, als im Netz. Man darf also durchaus auch einmal offline kaufen 🙂

Ich möchte zum Schutz des Füllers und/oder Bleistifts noch empfehlen, ein Federmäppchen, Schreibetui, oder wie auch immer man es nenne mag, zu benutzen. Ich habe mir ein sehr günstiges von Alassio bei Amazon geshopped (aff. Link), mit dem ich aber bisher durchaus zufrieden bin.


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