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TuneLink Home – Audiostreaming und Universalfernbedienung

TuneLink Home - Banner

Es ist noch nicht lange her, da habe ich über Tunelink Auto von New Potato Technologies berichtet. Das kleine Device ist im Auto mein ständiger Begleiter und die Schnittstelle zwischen meinem iPhone und dem Autoradio.

Heute darf ich euch aus gleichem Hause den Tunelink Home vorstellen. Wie das Pendant im Auto wird er per Bluetooth mit dem iDevice gekoppelt und überträgt Musik, ähnlich einem Airplay System, an eine angeschlossene Anlage/Aktivboxen. Zusätzlich verwandelt es ein iPhone/iPad aber auch in eine Universalfernbedienung.

Unboxing und Einrichtung

Aus dem kleinen Karton holt man zu Beginn deutlich mehr Kabel, als ich vermutet hätte. Im einzelnen findet man

  • Den TuneLink Home.
  • Ein USB zu Mini-USB Kabel.
  • Einen USB-Ladestecker.
  • Ein 3,5er-Klinke zu Cinch Kabel.
  • Kurze Bedienungsanleitung.

Der TuneLink Home ist ungefähr handtellergroß und in schlichtem Schwarz gehalten. Das Gehäuse besteht aus mattschwarzem Kunsstoff. Die Vorderseite ist hochglänzend und erstmal durch eine Klebefolie vor Kratzern geschützt. Insgesamt macht sich der TuneLink sehr schick im Regal neben dem A/V-Receiver.

Die reichlich vorhandenen Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite.

  • Der Mini-USB Anschluss zur Stromversorgung.
  • Der optisch-digitale TOSLINK Ausgang.
  • Der analoge Audio-Ausgang, 3,5mm Klinke.
  • Ein IR-Ausgang zum Anschluss an IR-Extender.

TuneLink Home - Anschlüsse

Anschluss und Einrichtung gestalten sich denkbar einfach. In meinem Fall erfolgt die Stromversorgung nicht per Steckdose, sondern über den A/V-Receiver, da beide Geräte direkt neben einander stehen. Somit verlaufen genau zwei Kabel vom TuneLink zum A/V-Receiver: USB-(Strom-) und TOSLINK-Audio-Verbindung.

Ist Bluetooth am iPhone/iPad aktiviert, taucht der TuneLink sofort in der Liste sichtbarer Devices auf. Die für das iPhone und das iPad verfügbare iOS-App – eine Android-Version ist laut New Potato in Entwicklung – lässt sich kostenlos aus Apples App-Store laden. Diese benötigt man mindestens für die Einstellungen und natürlich für die Funktion als Fernbedienung.

Auspacken, anschließen, verbinden, tut – Hier hat New Potato nicht zu viel versprochen.

Audio-Streaming

Nachdem das Pairing erledigt ist, schnappt sich der TuneLink per Default alles was so an Sound am iPhone oder iPad abgespielt wird. Wie jedes andere Gerät auch, taucht der TuneLink in der Liste möglicher Devices am iOS-Gerät auf.

Ein sehr interessantes und ziemlich einmaliges Feature ist das Sharing der Bluetooth-Connection. In den Einstellung kann man festlegen, dass quasi jedes Bluetoothfähige Gerät ohne Autorisierung eine Verbindung zum TuneLink Home herstellen kann. Dies gilt nicht nur für iOS-Geräte. Damit kann die Musikgestaltung auf Parties durchaus interessant werden 😉

Bei der Verbindung vom iOS Gerät gilt, wer zuletzt kommt, malt auch. Soll heißen, dass ich folgendes festgestellt habe:

Höre ich im Auto auf dem Weg nach Hause Musik oder Podcasts vom iPhone über meinen TuneLink Auto, übernimmt mein TuneLink Home den Audiostream in dem Moment, wo ich mein Auto neben dem Haus parke. Im ersten Moment hat mich das ziemlich verwirrt. Verantwortlich dafür sind die Einstellungen für „Auto Connect“ und „Auto Play“. Schaltet man beides ab, darf man wieder selbst bestimmen, wann wer was abspielt 😉 Dafür muss man aber auch explizit die Verbindung herstellen, wenn man wirklich über TuneLink Home Musik hören möchte. Und auch dann, wenn man das iPhone als Universalfernbedienung einsetzen will.

Das iPhone als Fernbedienung

TuneLink Home ermöglicht nicht nur das Abspielen von Musik. Mit der zugehörigen App, kann man das iPhone auch als Universalfernbedienung verwenden.

TuneLink Home - Remote 01

Im eigentlichen TuneLink Home sind dazu IR-Emitter verbaut, die die vom iPhone per Bluetooth übertragenen FB-Tasten in Infrarot-Signale umsetzt.
Möchte man die Funktion nutzen, ist das Vorgehen ähnlich der Einrichtung andere Universalfernbedienungen: Man legt ein neues zu steuerndes Device an, wählt aus einer Liste von ca. 80.000 Gerätecodes (zum Glück kann man in der App nach Hersteller/Gerät aus einer Liste auswählen) den zu seinem TV passenden und ordnet eins der vorgegebenen Fernbedienungslayouts zu. Natürlich kann man auch nicht in der Geräte-DB vorhandene Geräte anlernen, indem man die Codes mit der Originalfernbedienung an TuneLink überträgt. Auch die Definition von Aktivitäten, also eine Serie von Fernbedienungstasten, die als Makro automatisch abgespielt werden ist möglich.

Der große Vorteil gegenüber anderen Lösungen für das iPhone ist, dass man kein extra IR-Dongle für den Dock-Connector-, oder Lightning-Anschluss benötigt. Alle Befehle werden per Bluetooth an den TuneLink übertragen. Dieser sendet dann die IR-Befehle an die einzelnen Geräte.

Ich hatte die Befürchtung, dass dazu eine direkte Sichtverbindund zwischen dem TuneLink Home und dem IR-Empfänger bestehen muss. Dem ist tatsächlich nicht so. Ich habe den TuneLink Home unterhalb des Fernsehers direkt neben meinem A/V-Receiver stehen. Trotzdem ist die Steuerung aller Geräte möglich, da die IR-Signale auch nach Reflektion noch stark genug sind. Das gefällt.

Leider sind die Layouts für die Fernbedienung fest vorgegeben. Man kann aus verschiedenen, an reale Geräte angelehnte Designs wählen. Benötigt man zusätzliche Tasten, kann man diese zwar auf einer separaten Seite anlegen, erhält aber nur untereinander angeordnete Schaltflächen.

TuneLink Home - Remote Types
Layouts selbst definieren ist nicht möglich. Für mich reduziert das die Usability der Fernbedienungsfunktion deutlich, da ich sie nicht auf meine Geräte und Gewohnheiten abstimmen kann.

Die App

TuneLink Home (AppStore Link) TuneLink Home
Hersteller: New Potato Technologies, Inc.

Freigabe: 4+

Preis: Gratis Download

Die iOS App – eine Version für Android ist lt. Aussage von New Potato bereits in der Entwicklung – ist übersichtlich gestaltet. Sie erlaubt die Einrichtung der Fernbedienungen und zughöriger Aktivitäten und stellt diese anschließend auf je einer Seite pro Fernbedienung dar. Fernbedienungen können dabei vertikal gescrollt werden, um alle „Knöpfe“ zu erreichen. Das Gerät, also die Fernbedienung, wechselt man per horizontaler Wischgeste.

Von der Startseite erreicht man auch die Einstellungen. Wie beim TuneLink Auto sind auch hier die meisten Settings nur änderbar, wenn eine Verbindung zum Device besteht. Logisch, da fast alle Einstellungen im eigentlichen Gerät abgelegt werden.
Leider existiert keine Beschreibung der einzelnen Schalter in der Hilfe.

Die Hilfe beschreibt die Funktionen und die Anlage von Fernbedienungen ansonsten genau genug, um zurecht zu kommen, könnte aber noch ausführlicher sein.

Beim ersten Connect hat mich die App gleich informiert, dass eine neue Firmware für den TuneLink Home zur Verfügung steht. Das Update konnte man direkt starten, die Firmware wird nämlich ebenfalls per Bluetooth an das Gerät übertragen. Das ist sehr schön gelöst.

Möchte man nur Musik hören, benötigt man die App nur zur Einrichtung. Die Funktion ist also analog zum TuneLink Auto.

Die TuneLink Home App ist universal und somit auch für das iPad verfügbar. Leider muss ich hier meine Kritik an der Darstellung der Fernbedienungen vortsetzen. Statt, wie es möglich wäre, die Ferbedienungen mit deutlich mehr „Knöpfen“ auf einmal darzustellen, wird die App und damit die vorhandenen Layouts einfach skaliert. Die Tasten kann man damit allerdings nicht mehr verfehlen 😉

Fazit

Das TuneLink Home ist eine gute Alternative zu einem Airplay Device, vor Allem, wenn kein WLAN zur Verfügung steht, oder nicht nur Apple-Geräte mitspielen. Hat man die wirklich sehr einfach Einrichtung einmal erledigt, wird Audio über die Bluetooth-Verbindung in sehr guter Qualität übertragen.

Auch die Funktion als Universalfernbedienung wüsste zu überzeugen, wären da nicht die unflexiblen, vordefinierten Layouts, die das ganze gelegentlich zu einer Wisch-und-Tipp-Orgie machen. Hier ist noch deutliches Verbesserungspotential.

Da es meines Wissens kaum Bluetooth-Empfänger mit digitaler Schnittstelle für die Wiedergabe von Audio gibt, ist der TuneLink Home trotzdem eine Empfehlung. In besserer Qualität bekommt man sonst kaum Audio drahtlos an eine angeschlossene Anlage oder Lautsprecher übertragen.

Aktuell (05.03.2013) kann man der TuneLink Home zum Preis von 89,90 € beim offiziellen deutschen Distributor arktis.de (Direktlink zur Arktis Produktseite) erworben werden.

Ich danke New Potato Technologies, Inc. und arktis.de für die Bereitstellung des Review-Exemplars.


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